Eritrea 2009

AECHEMED wird eine Neugeborenen-Intensivstation in Keren, einer großen Provinzstadt in Zentral-Eritrea, errichten.

Keren besitzt ein Krankenhaus, welches mit seinen Ärzten und Betten für die gesamte Nordregion, für bald 2 Millionen Menschen zuständig ist. Die Ärzte der Klinik sind an ARCHEMED herangetreten und fragten, ob nicht nach dem Vorbild der Neugeborenen-Intensivstation in Asmara auch ein Intensivzimmer für Neugeborene, eine Neonatologie, in Keren eingerichtet werden könnte.

Es entbinden dort immerhin bis zu 2.500 Frauen pro Jahr. Das ist soviel wie in Soest, Lippstadt und Hamm
zusammen. Kommt es bei den Kindern nach der Geburt zu Komplikationen wie z. B. Atemnot und Infektionen oder zu Frühgeburten, gibt es bislang keine medizinische Einrichtung um den Kindern zu helfen. Viele an sich gesunde Kinder versterben so unnötigerweise.
ARCHEMED wird für zunächst 5-6 Kinder zwei Zimmer technisch neu gestalten, möglicherweise auch ein Zimmer anbauen. Das gesamte medizinische Gerät muss aus Deutschland nach Eritrea verschifft werden.
Vor allen Dingen sind dies Inkubatoren und Wärmelampen, eine Sauerstoff-Anlage, Infusionspumpen, Medikamente und Material wie Spritzen und Infusionslösungen. Zusätzlich
wird ARCHEMED die Weiterbildung des einheimischen Personals, zusammen mit der vorhandenen Station in Asmara und deutschen Fachkräften, organisieren. Mit dem Bezug der Station wird im nächsten Sommer gerechnet, in der dann weit über 100 Kinder pro Jahr eine Chance zum Überleben erhalten werden. ARCHEMED rechnet mit Kosten in Höhe von ca. 10.000 Euro.
Diese Mini-Station wird genauso erfolgreich wie ihr großes Vorbild in der Hauptstadt sein und nachhaltige Erfolge bewirken, u. a. dank der Aktion des Körbecker Adventskalenders.

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