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Neues vom Marktplatz Gewerbe-Aktiv-Möhnesee

Einkaufserleben in Möhnesee Körbecke

Stammtisch Gewerbe Aktiv Möhnesee e.V

in der letzten Tollpost hatten wir eine Umfrage zu dem Einkaufserleben in Möhnesee Körbecke. Auch die am Pankratiusplatz ansässigen Geschäfte haben Fragen zu der Parkplatzsituation in Körbecke gestellt. Die Ergebnisse würden wir gern mit euch besprechen und eventuell weitere Aktionen oder Maßnahmen planen.

Dazu laden wir zu einem Stammtisch in das Haus Griese am Mittwoch, den 06.09.2017 – um 19.00 Uhr – ein.

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen und interessante Gespräche.

Herzliche Grüße

Franz Reichenberger

Diskussion um das „Haus des Gastes“ in Möhnesee-Körbecke

Die Diskussion um das Haus des Gastes hat in den vergangenen Wochen noch einmal deutlich an Schärfe gewonnen. Bevor der Rat am Donnerstag, 16. Februar, zu seiner wahrscheinlich entscheidenden Sitzung in dieser Frage zusammen kommt, möchten wir Kaufleute, die im Gewerbe-Aktiv-Möhnesee e.V. organisiert sind, hier noch einmal die Möglichkeit nutzen, die aus unserer Sicht relevanten Argumente gegen das Festhalten am Haus des Gastes darzustellen.

Uns geht es dabei ganz bewusst nicht um Diskreditierung anderer Meinungen oder ein „Augen verschließen“ vor anderen Argumenten. Hier soll es nicht um Fake News gehen, sondern um Fakten, Tatsachen,
Argumente im Zuge einer Entscheidung, die für uns als Kaufleute, aber auch für die gesamte Gemeinde Möhnesee eine weitreichende Weichenstellung bedeuten, die einen leben- und liebenswerten, aber eben auch einen wirtschaftlich intakten Ort ausmachen.

Hier die 10 wichtigsten Argumente:
1. Möhnesee-Körbecke braucht eine lebendige und funktionierende wirtschaftliche Infrastruktur, um auf Dauer Anziehungspunkt für Menschen zu bleiben, egal, ob für Einwohner oder Touristen. Ense-Bremen und andere „zu Tode beruhigte“ Ortskerne sollten da als warnendes Beispiel dienen.

2. Eine Gemeinde, die laut IHK-Statistik über eine einzelhandelsrelevante Kaufkraft von 6881 Euro/Einwohner verfügt, von denen aber nur 2776 Euro im Ort ausgegeben werden, liegt nicht umsonst ganz am Ende des Rankings unter den 26 Gemeinden im IHK-Bezirk. Und das, obwohl sie an Kaufkraft ihrer Einwohner auf
Platz 1 liegt.

3. Um Kaufkraft im Ort zu halten, muss das Zentrum gestärkt werden, um einen Einkauf der kurzen Wege als Argument für einen Einkauf in der Gemeinde propagieren zu können. Laut Verträglichkeitsgutachten
der Dortmunder Agentur Junke und Kruse spricht dabei alles für den Standort auf dem heutigen HdG-Gelände.

4. Für diesen Standort spricht zudem das Know How von Aldi und Rossmann. Big Player wie diese Unternehmen suchen sich nicht blauäugig einen x-beliebigen Standort aus, sondern bauen ihre
Expansionspläne auf detaillierten Kaufkraft- und Standortanalysen auf.

5. Für den Standort spricht schließlich die Erfahrung des örtlichen Einzelhandels, der genau weiß, was er an den Mann/die Frau bringen kann. Er weiß daher auch genau, welche Gefahren (Sortimentsüberschneidungen) und Chancen (Frequenzbringer) ein großer Discounter in der Nähe bringt. Gewerbe-Aktiv-Möhnesee e.V.
weiß also, wovon er spricht, wenn man ganz unmissverständlich für den Standort HdG votiert.

6. Für die Ansiedlung im Ortskern sprechen aber auch andere Faktoren. Mit dem Abriss des HdG und einer völligen Neuentwicklung des Geländes können sowohl das Haus Stockbrandt aus dem „Beton-Charme“ des HdG befreit, eine neue Grünflächenstruktur zwischen Ortskern und Discountern und zugleich neue und freiere Sicht- und Wegeachsen im Kern der Gemeinde geschaffen werden. Das würde eine Fortsetzung der mit der Regionale 2015 erreichten positiven Veränderung des Ortskerns bedeuten.

7. Ein lebendiger, prosperierender Ortskern hilft dabei nicht nur den Kaufleuten, sondern ist ein wichtiger Standortfaktor für hier lebende Menschen und für hier Urlaub machende Touristen. Wer hier wohnen
soll, muss hier einkaufen können, das Gefühl haben, in einem intakten Umfeld zu leben, neben einem guten Wohn-, Schul- und Vereinsumfeld auch ein funktionierendes Einkaufsumfeld vorzufinden. War Möhnesee lange eine Wachstumsgemeinde, so stagnieren die Einwohnerzahlen seit Beginn der 2000er-Jahre. Um
daraus auf Dauer keinen Negativtrend zu machen, ist eine Fortentwicklung nötig, bei der man auf alle Standortfaktoren setzt.

8. Am Möhnesee profitieren wir vom See, von den Wäldern, von der Natur ringsum. Möhnesee-Körbecke kann dazu wie kein anderer Ort ein urbanes Leben anbieten, das Einwohnern wie Urlaubern zum Erholungsfaktor ein quirliges Ortsleben offeriert. Mit einem Discounter auf der grünen Wiese und zunehmenden Leerständen im Ortskern verlöre die Gemeinde deutlich an Attraktivität.

9. Gewerbe-Aktiv-Möhnesee e.V. denkt bei all diesen Überlegungen nicht nur an die Kasse der Kaufleute, sondern hat vom ersten Moment der Aldi/Rossmann-Idee darauf bestanden, dass es für die Vereine
und Institutionen, die jetzt das HdG nutzen, eine fußläufige und konsensfähige Lösung geben muss. Die ist mit den Plänen nahe der Schule und über dem Aldi auf Dauer erreichbar, kurzfristig mit der Netto-Lösung in Sicht. Die Kaufleute leben nicht im luftleeren Raum, sondern sind Teil der Gemeinde, Teil des sozialen und Vereins-Lebens und haben allein damit ein fundamentales Interesse am einer allseits verträglichen Lösung

10. Ein Festhalten am Haus des Gastes ist mit den dadurch entstehenden dauerhaft hohen Sanierungs-, Instandhaltungs- und Unterhaltskosten für die Gemeinde und für deren Einwohner ein unkalkulierbares Risiko, zumal die dafür bisher ins Spiel gebrachten Kosten aus Sicht vieler Fachleute viel zu niedrig angesetzt sein dürften.
Wir sehen unsere Argumente als Entscheidungs- und Verständnishilfe in dieser für die Zukunft von Möhnesee wichtigen Ortsentwicklung.

Franz Reichenberger
Gewerbe-Aktiv-Möhnesee e.V.

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